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Aroma und Essenzen Die Ausbeute in der Natur

Die Benutzung der Veilchen – Essenz

In einem Artikel aus einem Hilfsbuch von 1854 ist beschrieben, wie man das Aroma von wohlriechenden Veilchen in einer Veilchenessenz sammeln und konservieren kann.

Benutzung der Veilchen.
Aus: Die Ausbeute der Natur, oder praktische Anweisung, die Naturkräfte aufs Leben anzuwenden zum reichsten Segen für Jedermann, ganz besonders in Zeiten der Noth. 1856, Verlag von Louis Garke. Abbildung aus: Curti’s Botanical Magazine, Vol. 140.

Es ist noch nicht allgemein bekannt, dass man, trotz der Gelehrsamkeit der Chemiker, noch nicht dazu gelangt ist, aus den so wohlriechenden Veilchen eine Essenz herauszuziehen, wie man sie von den Rosen besitzt. In keinem Werke findet sich das Mittel, aus diesen Blumen eine Veilchenpomade zu bereiten, wie man sie für die Toilettenbedürfnisse aus Nizza kommen lässt. „L’Indépendance belge“ theilt dieses Verfahren nach dem Berichte eines Augenzeugen mit, wie er es in Nizza selbst kennen gelernt hat, und wir beeilen uns, dasselbe unsern geehrten Lesern zu berichten.

Man pflückt die frischen Veilchen, und trägt dafür Sorge, nur die Blumen ganz allein ohne Blumenkelch und recht trocken auf reine Leinwand zu sammeln. Wenn man eine gewisse Quantität derselben vorräthig hat, so legt man in einen glasirten Topf eine Lage derselben 1/2 Zoll hoch. Darüber schüttet man eine Lage frisches Schweinefett ebenso hoch. Sobald dasselbe kalt geworden ist, legt man wieder eine Lage Veilchen, die ebenso hoch ist, über die man wieder frisches Schweinefett gießt, und in dieser Art fährt man fort, bis der Topf voll ist. Man deckt dann den Topf mit Fensterglas zu, das unten mit Fett bestrichen ist, und hält es zum Gebrauche bereit. Das ganze Aroma der Veilchen geht dann in das Fett über.

 

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