Was es im Brachmonat zu beachten gibt. ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­
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Gartentätigkeiten im Juni
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Liebe Gartenfreunde,

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Ich freue mich, wie gut dieses Newsletter-Format angenommen wird. Die Resonanz ist gewaltig: Jede Woche erhalte ich neues Feedback bezüglich des Newsletters. Dies motiviert mich, an diesem Format festzuhalten, auch wenn es draußen im Garten aktuell alle Hände voll zu schaffen gibt. Danke für die vielen Zuschriften. Mich würden in erster Linie noch Zuschriften von Handynutzern interessieren mit der Frage, ob dieser Newsletter auch auf dem Smartphone ansehnlich dargestellt wird.

"Auf trockenen Mai, kommt ein nasser Juni herbei." - alte Bauernweisheit

Vieler Orts konnte die vorkommenden Regenfälle im Mai den trockenen April nicht kompensieren. Generell war der Mai recht mild, aber auch hier fehlte es oft an den benötigten Regenmengen. Es wird in vielen Gärten dringend Wasser benötigt. Der Blick auf das Wetter in den kommenden Tagen stimmt nur wenig optimistisch. Hoffen wir, dass die alte Bauernweisheit stimmt, und auf einen trockenen Mai tatsächlich noch ein nasser Juni herbeikommt. Auch wenn es dem ein oder anderen Sonnenanbeter missfällt, Regen wird dringend gebraucht.

Bauernweisheiten im Juni

In dem Buch "Die Kunst des Wetterprophezeiens" aus dem Jahre 1869 sind verschiedene Bauernweisheiten auch für den Juni abgedruckt. Einige möchte ich Ihnen mit dieser Email auf den Weg zur Selbstbeobachtung schicken - am Ende des Monats sehen wir dann, was zutraf.

- Juni feucht und warm, macht den Bauern nicht arm.
- Wenn kalt und naß der Juni war, Verdirbt er meist das ganze Jahr.
- Was Wie's wettert auf Medardi-Tag (8. Juni), So bleibt's sechs Wochen danach.
- Hat Margritt (10.) keinen Sonnenschein, Dann kommt das Heu nie trocken rein.
- Was es vor Johanni regnet, kommt dem Bauern in den Sack, was es nachher regnet, geht wieder heraus.
- Wie der Juni, so der Dezember.
- Wenn der Kukuk lange vor Johanni (23. Juni) schreit, Ruft er Mißwachs und böse Zeit. - Ich habe den Kukuk tatsächlich schon lange gehört, und hoffe, dass diese Bauernweisheit dieses Jahr nicht zutreffend ist.

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Kräuterwissen

Hinweis: Folgender Abdruck dient nur des Literaturstudiums uind der historischen Forschung. In keinem Fall wird die Nachahmung empfohlen!

Ein Auszug aus: Pieter van Aengelen in seinem Buch "Der verständige Gartenmeister" aus dem Jahr 1703. 

Wann die Rosen blühen / so ist gut Aderlassen auff Petri und Pauli Tag bricht das Saatkorn seine Wurzel / alsdann reisst es Tag und Nacht. Man sammlet nun Rosen / in der Medicin zu gebrauchen / welche zu vielen Dingen gut sind. Im Junio und Julio sammlet man vielerley Kräuter zum destillieren / dann um diese Zeit kan man das beste Oehl / und die größte Krafft auß denselben suchen.

Der Fliederbaum ist zwar ungeacht / ist aber von grosser Krafft. Man distilliert ein Wasser davon / so in der Medicin sehr nöthig ist / es verkühlet / purgiret und treibt die Wassersucht. Man macht auch Fliederöhle und Essig / so kann man die Blumen treugt / und in Oel oder Essig thut Flieder, Essig mit einem vierdten Parth eines Loths Venetianischen Thebijacks eingenommen / und warm darauff zugedeckt / daß man schwitze / vertreibt Fieber und Pest. Die jungen Fliedersprossen gescharbt in Eyerkuchen gebacken und gegessen / purgiert und treibt alle Feuchtigkeit und Schleim aus dem Leibe / die Blätter gestampfft und auff Geschwülste gelegt / vertreibt sie. 


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kuechengarten

Der Wohlbestellte Küchengarten - 1840

  1. Die Fenster von den Mistbeeten ganz wegzunehmen und, nebst den Matten, in Verwahrung zu bringen.
  2. Kohlarten, Porre und Sellerie, auch Endivien zum Gebrauch für den nächsten Winter zu verpflanzen.
  3. Möhren, Petersilienwurzeln und anderes Wurzelwerk mit der Hacke zu verdünnen.
  4. Von Bohnen nochmals eine Aussaat zu machen.
  5. Reifende Samen einzusammeln und an einer luftigen Stelle zum Trocknen auszubreiten.
  6. Die jungen Spargelbeete zu behacken. Auf den älteren sticht man den Spargel nicht mehr nach Johannis, wenn sie noch mehrere Jahre nutzen sollen.
  7. Unkraut zu vertilgen und auf den Düngerhaufen bringen zu lassen, ehe es blüht oder Samen trägt.
  8. Regenwürmer, Schnecken und Kohlraupen zu vertreiben.
  9. Erdmagazine für die Mistbeete anzulegen und den alten Vorrath umzustechen.
  10. Neugesetzte Pflanzen und Samenbeete bei trockenem Wetter Abends zu begießen.
  11. Der Küchengarten giebt im Junius Winter-Blumenkohl, frühe Karotten, Bohnen, Erbsen, Spargel, Mairüben, Kerbel, Portulak, Sauerampfer und mehrere Gewächse und Gewürzkräuter un Menge.
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Gartenkalender nach Umlauff, 1863

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gartenkalender-juni-umlauff1862
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Blumengarten
  • Von jetzt an sind die Blumen Abends zu begießen.
  • Es ist jetzt die geeignetste Zeit, den für den Blumengärtner unentbehrlichen Bast zu bereiten, wozu sich am besten Linden und Akazien, minder gut Erlen, Pappeln, Rüstern eignen.
  • Die Pflanzen sind zu jäten und zu behacken.
  • Die Nelken sind an Stäbe zu binden und zu senken.
  • Überhaupt sind alle hochwachsenden Pflanzen mit Stöcken zu versehen und anzubinden.
  • Die blühenden Anemonen und Ranunkeln sind zu beschatten.
  • Rosmarin ist zu pflanzen, auch Aurikeln, Primeln, Levkojen, Astern, Tagetes, Senecia, Crepis, Nelken, Akeleb, Goldlach und die Sommerblumen im Allgemeinen.
  • Verblühte Staudengewächse werden handhoch über der Erde abgeschnitten; Zur Ausfüllung des Platzes sind daneben andere Gewächse zu pflanzen.
  • Von den Hyacinthen, Tulpen, Narzissen u. dgl. sind die Zwiebeln, von den Anemonen und Ranunkeln die Klauen aufzunehmen. Wenn diese faule Flecke haben, so muss das Faule herausgeschnitten und die Schnittwunde mit Kreide und Kohlenpulver bestreut werden.
  • Die reifen Samen sind einzusammeln.
  • Krokus ist, bevor das Kraut vertrocknet, umzulegen.
  • Von der gemeinen blauen Passionsblume können Zweige abgesenkt werden.
  • In diesem Monate ist die beste Zeit zur Vermehrung der Pflanzen durch Ableger, Senker und Stecklinge.
  • Schädliche Insekten sind fortgesetzt zu töten.
  • Auch jetzt noch können die Rasenplätze gemäht werden.
Gemüsegarten
  • Das Begießen hat jetzt Abends zu geschehen.
  • Das nicht bepflanzte Land ist herzurichten und zu bearbeiten; auch jenes, wo Mairüben und Zuckererbsen gestanden haben; besonders sind die Samenbeete umzugraben.
  • Den Erdbeeren sind die Ausläufer zu nehmen.
  • Der Thymian ist bis aufs alte Holz abzuschneiden, damit die Pflanzen kräftiger treiben.
  • Von den grünen Bohnen, sobald sie blühen, sind die Spitzen abzuschneiden, wodurch sie größer werden.
  • Die Laufbohnen sind mit Stangen zu versehen.
  • Die Sommerendivien sind, sobald sie die gehörige Größe erreicht haben, zu dem Zwecke zusammen zu binden, dass sie mürbe und gelb werden.
  • Zu dicht stehende Petersilien, Storzonen, Zichorien, Rüben, Zwiebelpflanzen sind durchzuziehen.
  • Rothe Rüben k önnen geblattet werden.
  • Kraut, Erdbirnen, Sellerie und alle Pflanzen, die es nötig haben, werden behackt und gejätet.
  • Die Samen von den überwinterten Samenpflanzen werden nach und nach abgenommen.
  • Zu säen sind: Radieschen, Winterkohl, Endivien, Salat, Petersilien, Sommermajoran, zu Johannis namentlich Wintersalat und Winterendivien.
  • Zu stecken sind noch späte Rettige, Bohnen, Gurken, doch müssen letztere fleißig begossen werden.
  • Zu pflanzen sind Salat und Wirsing von der Aprilaussaat, Rapuntika, Sellerie, Majoran, Artischoken aus dem Mistbeet, Weißkraut. Zu Johannis ist mit dem Spargelstechen aufzuhören, weil man sonst im künftigen Jahre wenig Spargel erhält.
  • Die Erdmagazine sind umzustechen und neue anzulegen.
Obstgarten
  • Die zu Samen- und Baumschulen bestimmten Beete werden umgegraben.
  • Obstkerne sind zu sammeln.
  • Kirschkerne sind zu säen.
  • Kerne, die erst im Frühjahre aufgegangen sind, sind zu jäten, nicht auch zu behacken.
  • Die Baumschule wird behackt und vom Unkraute gereinigt.
  • Die im Frühjahre gepropften und copulirten Stämmchen, welche starke Reiser getrieben haben, werden an Pfähle befestigt.
  • Jenen schwachen Stämmchen, welche Nebenreiser zu treiben anfangen, nimmt man die Spitzen.
  • Das am Wurzeltopfe mancher Stämmchen emporschießende wilde Holz ist wegzuschneiden.
  • An den Spalierbäumen ist zu heften.
  • Die getriebenen Obstbäume sind ins Freie zu bringen.
  • Die zu engen Copulirbänder sind zu lüften.
  • Mit dem Veredeln der Bäume durch Oculiren aufs treibende Auge kann fortgefahren werden, doch darf dies nach Johannis nicht mehr geschehen.
  • Insbesondere sind jetzt Aprikosen und Pfirsiche zu oculiren.
  • In der ersten Hälfte des Monates kann auch noch copulirt werden.
  • Ein gutes Mittel gegen Blattläuse, welche oft ganze Saat- und Edelschulen verwüsten, ist das Bestreuen der Triebe, so lange diese noch vom Nachtthau feucht sind, mit Tabakstaub. Auch erweißt es sich sehr vorteilhaft, wenn man Lehm oder Ton mit Wasser zu einem flüssigen Brei anmacht, darunter Terpentinessig mengt und damit die Stämme und Zweige der Bäume bestreicht.
Weingarten
  • Wenn die Blütezeit beendet ist, müssen alle Wuchertriebe, Räuber, das wilde oder Wasser-Holz, welche namentlich am Wurzeltopfe der Stöcke und der Knoten des älteren Rebenholzes in Menge hervorschießen, entfernt werden; Nur die kräftigsten Ruten, welche zur Fortbildung des Stockes notwendig erscheinen, und die man beim nächsten Herbstschnitt zu schenkeln oder zu Zapfen zu benützen beabsichtigt, sind stehen zu lassen.
  • Die Weinschildlaus, ein kleines runzeliges halbkugelähnliches braunes Insekt, welches oft bedeutende Verheerungen in den Weinbergen anrichtet, und das sich zu Ende des Monats zeigt, ist zu vertilgen.
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Böttners Gartenbuch für Anfänger 1899

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Schauen wir uns zum Schluss noch an, was der alte Böttner in seinem Gartenbuch schreibt.

Juni
Täglich gießen, bei trockenem Wetter Abends spritzen - Dünger auf Haufen setzen und stark durchfeuchten - Gemüsebeete flüssig düngen - Gemüse behäufeln - Buschbohnen, Endivien, Rettich säen - Wirsing, Löwenzahnsalat pflanzen - Gurken entspitzen - Kohlrabi, Salat, Mohrrüben, Erbsen, Frühkartoffeln ernten - Spargelernte schließt spätestens mit Johanni - Erdbeeren täglich pflücken - Erdbeerbeete hacken - Fruchttragende Obstbäume gießen, flüssig düngen - An frischgepflanzten Bäumen und an zu voll besetzten Bäumen Früchte ausbrechen - Formieren junger Formbäume: Anheften und Absperren der Triebe - Wenn Schorfflecken zu befürchten, Obstbäume mit Schwefelstaub bestäuben - Rosen mit Schwefelstaub bestäuben - Karthäusernelken und brennende Liebe säen - Verblühte Frühjahrsblumenbeete abräumen und neu bepflanzen.

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